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SC Weiche-Flensburg 08

Fußball-Runde im sh:z-Medienhaus

Netzwerk-Treffen im Flensburger sh:z-Medienhaus: Hans-Peter Carstensen (von links), Gastgeber Jürgen Muhl, Edgar Nies und Harald Uhr.

Fußball-Runde im sh:z-Medienhaus –  Flensburg klopft an die Tür zur 3. Liga

Bericht vom 1. Netzwerk-Treffen

 

Harald Uhr hatte die Lacher auf seiner Seite. „Auf dem sh:z-Parkplatz“, antwortete der Geschäftsführer der Liga-GmbH des SC Weiche Flensburg 08 auf die Frage, wo die Regionalliga-Fußballer denn – im Falle eines Sieges im Landespokal gegen Husum – ihr Erstrunden-Spiel im DFB-Pokal 2018/19 austragen würden. Der aus der Fusion des ETSV Weiche und Flensburg 08 entstandene Sportclub hatte rund 70 Vertreter aus der Wirtschaft im Großraum Flensburg zu einer Gesprächsrunde ins sh:z-Medienhaus in Flensburg-Mürwik geladen.
 

Zum Auftakt stellte Uhr den neuen Verein vor und wartete mit beeindruckenden Zahlen auf. „Wir sind der größte Fußballverein in Schleswig-Holstein mit 35 spielenden Mannschaften“, sagte der Geschäftsführer. 650 Kinder und Jugendliche gehen im SC Weiche 08 ihrem Hobby nach. Die Jugend-Leistungsmannschaften zählen zur Spitze im Land, das Regionalliga-Team klopft an die Tür zum Profifußball. „Wir melden für die 3. Liga“, teilte Uhr mit. An der Philosophie – vorwiegend junge Spieler aus der Region statt Ex-Profis – werde sich nichts ändern.
 

Gastgeber Jürgen Muhl, stellvertretender sh:z-Chefredakteur, gab einen Überblick über die gewachsene Bedeutung der Sportförderung. 2011 investierten Sponsoren noch 2,6 Milliarden Euro in den Sport, 2017 waren es bereits 4,3 Milliarden. Der Löwenanteil (3,5 Milliarden/mehr als 81 Prozent) entfällt dabei auf den Fußball. Der habe es in der Handball-Stadt Flensburg schwer, erläuterte Muhl, verwies aber auf das Beispiel Kiel. Dort mache sich der Höhenflug von Holstein insofern bemerkbar, als dass Sponsoren sich vom THW ab- und den Fußballern zuwendeten.

 

Die Fusion bezeichnete Muhl als „guten und gesunden Weg“. Zum Thema Spielstätte bemerkte er, dass die Stadt es über Jahrzehnte versäumt hätte, das Stadion in Mürwik aktuellen Bedürfnissen anzupassen. Die „Macher“ beim SC investieren selbst kräftig ins Manfred-Werner-Stadion. Stichworte: überdachte Tribüne, Flutlichtanlage und die Erhöhung des Fassungsvermögens mit Zusatztribünen. „Es ist schon paradox. Alles, was privat investiert wird, geht in den Besitz der Stadt als Eigentümer der Anlage über“, sagte Manfred Werner.
 

Der SC-Ehrenvorsitzende war dafür verantwortlich, dass Hans-Peter Carstensen, Sprecher des Wirtschaftsbeirates, zum Fußball fand. „Er hat mich angesprochen. Ich bin fußballaffin, obwohl ich früher Handball gespielt habe“, sagte der Unternehmer. Das erste Spiel war eine hohe Niederlage gegen Schleswig 06. „Da muss ich nicht noch mal hin“, erinnerte sich Carstensen – er überlegte es sich anders und kam wieder. Gemeinsam mit Edgar Nies, dem designierten hauptamtlichen Liga-Geschäftsführer, warb er eindringlich um Unterstützung. „Jeder Kopf zählt, um das Ganze attraktiver zu gestalten“, appellierte Carstensen. Mit der Aufforderung „Viel Spaß beim Netzwerken“, beendete Nies den offiziellen Teil. Anschließend war Zeit für Gespräche und Informationen. Auch die Spieler um Kapitän Christian Jürgensen sowie die Trainer Daniel Jurgeleit und Marc Peetz stießen nach dem abendlichen Training dazu.

 

Bericht aus dem Flensburger Tageblatt, 11. November 2017, Autor: Ulrich Schröder